Der Herbst beugte sich vor, um zu lauschen.

„Bist du toll?“ schrie eine heisere Stimme durch das Dunkel.

Der Herbst hob den Kopf und schaute in die großen, kalten Augen des Winters.

„Vergißt du die Verabredung?“ fragte der Winter.

„Nein,“ erwiderte der Herbst. „Ich vergesse sie nicht. Wenn sie aber sterben sollen, so vergönne ihnen noch einmal zu tanzen.“

„Hüte dich!“ schrie der Winter.

Die ganze Nacht hindurch rumorte und lärmte es in den Bergen. Es wurde so bitterlich kalt, daß der Star allen Ernstes daran dachte, einzupacken, und selbst der rote Wein erbleichte. Als die Sonne aufging, hingen die Kirschenblüte und die Erdbeerblüte tot an ihren Stengeln.

Von den fernen Berggipfeln leuchtete Neuschnee.

Da lachte der Herbst nicht mehr. Er schaute ernst über das Tal hin, und die Falten in seiner Stirn wurden tiefer.

„So mag es denn sein!“ sagte er.