„Tausend Dank!“ rief der Pfahl vergnügt. „Ich bekomme wirklich recht selten etwas so Angenehmes zu hören. Alle meine Nachbarn schelten mich aus von früh bis spät.“
Hierzu hatte die Grabwespe nichts zu bemerken, sie kroch vielmehr ganz in das Loch hinein.
„Was suchen Sie eigentlich?“ fragte der Pfahl.
„Ich beabsichtige, mein Ei in dir zu legen,“ antwortete die Grabwespe.
Der alte Pfahl strahlte vor Vergnügen.
„Aha!“ sagte er. „Und dann kommen Sie mit Ihrem Gemahl, und während Sie brüten, singt er..“
„Dummes Zeug!“ schrie die Grabwespe.
„Entschuldigen Sie!“ sagte der Pfahl. „Ich dachte, es wäre so wie bei der Nachtigall.“
„Ist hier eine Nachtigall?“ rief die Grabwespe erschrocken und versteckte sich tief im Loche.
„Ja... im Rotdorn drüben,“ entgegnete der Pfahl. „Aber sie geruht nie, auf mir zu sitzen, darum brauchen Sie keine Angst zu haben. — Gefällt die Wohnung sonst der gnädigen Frau?“