„Nun?“ rief der Wind und kam gesprungen, als wäre er noch nie in seinem Leben müde gewesen. „Seht ihr, ich hab’ euch den Regen gebracht!“
„Nun,“ sagte die Wolke, die hoch oben dahintrieb in weißem leichtem Gewand. „Seht ihr, ich hab’ euch Regen verschafft!“
„Nun?“ sagte die Sonne, und sie lachte dabei so mild und rund wie noch nie zuvor. „Habt ihr nun euren Willen?“
Die Freunde sahen einander verwundert an. Aber drüben saß der rote Fuchs mit seinem garstigen klugen Gesicht.
„So sind sie!“ sagte er. „Bittet man sie um etwas, so sind sie nie zu Hause. Aber sich den Dank zu holen, das vergessen sie nicht.“
Das Sternenkind.
Jedermann weiß, daß die Sterne am Himmel schwimmen wie die Fische im Wasser.
Ein Unterschied ist ja allerdings vorhanden.
Die Sterne fängt niemand. Auch schwimmen sie nicht hierhin und dorthin und auf und nieder wie die dummen Fische; sie folgen ihrer unveränderlichen Bahn bis in alle Ewigkeit.