Aber die großen schwarzen Linden, die als schöne Allee bis zum Pförtchen standen, dufteten so süß und schwer, daß die Bienen in ihren Körben vor Sehnsucht nicht schlafen konnten.
Nur in einem einzigen Fenster im ganzen Hause war Licht.
Das Fenster stand offen, und auf dem Fensterbrett saß das hübscheste Mädchen der Welt und schaute in den dunkeln, stillen Garten hinaus.
Ganz ruhig saß sie, und rings um die Scheiben wanden sich grüne Ranken, so daß sie einem Porträt glich, um das jemand einen Kranz gehängt hat.
Da begann die Nachtigall zu singen:
„Gitte... gitte... gitte... gitte... git.“
Es war bloß ein Triller, als wollte sie probieren, wie ihre Stimme in der Stille klang.
„Nun... Nachtigall?“ sagte das junge Mädchen.
Die Nachtigall erwiderte nichts. Da schlug das Mädchen in die Hände und sang, daß es durch den Garten hallte: