„Und ob!“ Das Mädchen lachte hell auf. „Das kannst du mir glauben. Er ist das schönste, herrlichste Wesen der Welt!“

„Ja, das ist mein Geliebter auch,“ entgegnete das Johanniswürmchen. „Wenn er mich nur wenigstens gesehen hätte!“

„Er hat dich auch noch nicht gesehn?“

„Nein, und darum leuchte, leuchte, leuchte ich, damit er mich ausfindig machen soll.“

„Das ist das Traurigste, was ich je gehört habe,“ sagte das junge Mädchen, und große Tränen rollten ihre Wangen hinab. „Arme, arme kleine Freundin!“

„Ach ja! Wenn wir nur nicht zu so vielen wären! Schau einmal in den Garten hinaus, dann wirst du sehn, wie es in allen Sträuchern leuchtet!“

„Ja,“ sagte sie, „nun seh’ ich es... fünf, sechs... sieben, acht, neun... aber da sind ja über zwanzig Johanniswürmchen!“

„Das ist das Traurige. Doch das ist das Los des Weibes. Auch du kannst doch nicht wissen, ob nicht andre ein Licht in ihr Fenster setzen und deinen Liebsten einfangen.“

„Du kennst meinen Liebsten nicht.“

„Ach, wenn ich nur meinen eignen kennte!“