„Ja,“ sagte der andre.

„Glaubst du, daß es in der Welt einen größeren Goldklumpen gibt als diesen?“ fragte der Ältere.

„Nein,“ erwiderte der Freund.

So redeten sie weiter miteinander. Meistens sprach der Ältere... der Jüngere gab nur einsilbige Antworten; er konnte die Augen nicht von dem Goldklumpen abwenden. Es wurde Nacht, und die kalten Sterne blickten auf sie herab.

„Einer von uns muß wachen,“ sagte der Ältere. „Hier ist’s öde und leer, aber jetzt steht mehr als das Leben, jetzt steht unser Glück auf dem Spiel. Und man kann nie wissen, ob nicht jemand kommen und uns unsern Schatz rauben will.“

„Schlaf du,“ entgegnete der Jüngere.

Da legte sich der Ältere nieder und schlief bald ein.

In den andern Nächten auf ihrer Flucht hatte der Jüngere stets seinen Mantel über ihn ausgebreitet. Heute tat er das nicht. Er sah gar nicht nach ihm hin, dachte nicht an ihn, sondern starrte bloß auf den Goldklumpen, der im Sternenschimmer noch größer und seltsamer aussah.

„Seht ihr, was ich gesagt habe?“ rief der Adler.

„Ich leuchte,“ fiel der Goldklumpen ein.