Und die untersten Zweige der Eiche starben ab; der alte Baum fing an, wirklich in Besorgnis zu geraten.

„Ihr seid mir ein paar nette Bürschchen!“ schalt er. „Wie lohnt ihr mir denn meine Gastfreundschaft? Als ihr klein wart, habe ich euch zu meinen Füßen wachsen lassen und habe euch vor dem Sturm geschützt. Ich habe die Sonne auf euch scheinen lassen, so viel sie wollte, und hab’ euch wie meine eigenen Kinder behandelt. Und jetzt wollt ihr mich zum Dank ersticken!“

„Dummes Zeug!“ sagten die Buchen.

Und sie trugen Blüten und Früchte; und als die Früchte reif waren, rüttelte der Wind in den Zweigen und streute sie weit umher.

„Ihr seid flinke Burschen, so wie ich!“ rief der Wind. „Drum mag ich euch leiden und helfe euch gern.“

Und als der Fuchs sich am Fuße der Buche rollte und wälzte, war sein Fell im Nu voll von den stachlichten Früchten, und er lief mit ihnen weit ins Land hinein. Und ebenso machte es der Bär; und der lachte obendrein noch die alte Eiche aus, als er im Schatten der Buchen sein Ruhestündchen hielt. Die Waldmaus war ganz entzückt über das neue Gericht und meinte, Bucheckern schmeckten viel besser als Eicheln.

„Der Bär legte sich, so lang er war, unter einem hohen Eichbaum nieder.“

Ringsumher schossen neue kleine Buchen hervor, die ebenso schnell wie ihre Eltern wuchsen. Sie sahen so frisch und vergnügt aus, wie wenn sie nichts von einem bösen Gewissen wüßten.

Aber die alte Eiche schaute traurig über den Wald hin. Überall kamen die hellen Buchenblätter hervor, und die Eichen seufzten und klagten sich gegenseitig ihre Not.