„Ihr müßt bedenken, daß es arme Leute sind,“ verkündete der Orang-Utan. „So eine Familie hat es nicht leicht, wenn sie Zuwachs bekommt. Die Polizei sollte es verbieten!“

Aber damit war Frau Nachtigall durchaus nicht einverstanden:

„Das Kind ist so lieb und nett, das sieht jede Mutter. — He, Frau Zweifüßler, Sie müssen es unbedingt mit Maden füttern. Davon wird es schön fett.“

„Sie müssen sich in der Nacht darauflegen,“ rief das Rohrsängerweibchen. „Sonst erkältet es sich.“

„Kümmern Sie sich nur nicht um das, was die andern sagen!“ rief Madam Hirsch. „Bleiben Sie ruhig bei der Milch! Die ist für das kleine Wesen gut. Und setzen Sie es ins Gras, und lassen Sie es selber laufen! Es ist das beste, wenn Sie es von klein auf an Selbständigkeit gewöhnen.“

Von allen diesen Reden und Ratschlägen hörte Frau Zweifüßler nichts. Beglückt saß sie da und betrachtete ihr Junges. Jetzt war es mit Trinken fertig und fing an zu jauchzen und mit den Ärmchen und Beinchen zu strampeln. Der Zweifüßler nahm es, hielt es hoch in die Luft und lachte es an.

„Nein, wie niedlich ist es doch!“ rief die Rohrsängerin.

„Das ist es auch,“ meinte Madam Hirsch. „Aber die Eltern sind recht eingebildet. Sie nehmen ja gar keine Notiz von uns.“

Im nächsten Augenblick jedoch rief sie zur Insel hinüber:

„Es schadet nichts, Frau Zweifüßler. Bleiben Sie ruhig bei der Milch! Wenn sie ausgeht, dann kommen Sie ruhig zu mir! Das eine Kalb ist mir neulich gestorben, darum kann ich Ihnen aushelfen.“