„Wenn ich groß sein werde, will ich eine Insel bauen,“ erzählte nun das Korallenkind.

„Was willst du bauen?“ fragten alle drei durcheinander.

„Eine Insel!“ wiederholte die Koralle.

„Billiger tust du es wohl nicht?“ sagte lachend der Seestern, so daß sein ganzer kleiner Körper bebte. „Wie willst du das denn anfangen?“

„Das weiß ich noch nicht!“ sagte die Koralle. „Aber eine Insel will ich unbedingt bauen... eine richtige Insel, die über das Wasser aufragt, und die feststeht, wenn die Wellen gegen sie anstürmen.“

„Wie kannst du nur so etwas tun wollen!“ rief die Auster.

Und die kleine Qualle fiel ein: „Es schaudert mich, wenn ich nur davon höre.“

So neckten die drei die kleine Koralle, doch diese machte sich nichts daraus, sie ließ ihre Härchen im Wasser fächeln und fuhr ganz ruhig fort:

„Eine richtige Insel soll es werden. Eine Insel mit Palmen und Vögeln. Rings im Wasser sollen Seesterne und Quallen schwimmen, und die Wellen sollen sie an die Küste spülen, und da sollen sie in der Sonne liegen und verfaulen. Und auf der Insel werden Menschen wohnen, die Austern essen.“

Dann schwieg das Korallenkind; und weil die andern es müde waren, es zu necken, wurden sie wieder gute Freunde, schwammen auf dem kleinen Fleck im Tangwalde umher, fraßen Tiere, die noch kleiner waren als sie selbst, und freuten sich ihrer Jugend und des Lebens.