„Nun geht alles gut!“ rief sie aus. „Nun sind wir zu zweien!“
Und dann erzählte sie der neuen Koralle von der Insel, die sie bauen wolle; und die neue Koralle war ganz einverstanden mit ihren Plänen. Und sie trieben beide Knospen auf Knospen, bis eines Tages ein schöner Korallenbaum mit vielen Zweigen dastand, die alle voll Sternkorallen waren. Den ganzen Tag über fächelten sie mit den Armen im Wasser und jagten winzige Tierchen in ihren Mund hinein und fraßen sie.
Als der Seestern vorüberkroch, blieb er verwundert stehen und rief:
„So ein lächerlicher Baum mit Blumen!“
„Ich bin kein Baum,“ erwiderte die Koralle. „Ich bin eine Sternkoralle.“
„Herr Gott, bist du es!“ sagte der Seestern. „Du hast dich aber gehörig verändert! Ich habe dich wirklich nicht wiedererkannt!“
„Mir ist es ebenso gegangen. Erst jetzt sehe ich, wen ich vor mir habe. Aber wir haben uns ja auch nicht gesehen, seit wir klein waren. Ich bin jetzt im Begriff, meine Insel zu bauen.“
„Denkst du noch immer an die Dummheiten?“ fragte der Seestern lachend. „Ich hatte geglaubt, du wärest mit den Jahren vernünftiger geworden. Du hast ja übrigens Gesellschaft bekommen.“
„Ja,“ entgegnete die Koralle. „Ich habe Knospen und Zweige getrieben... Alle die Blumen, die du siehst, sind Korallentiere, die mit mir zusammen die Insel bauen.“
„So so! Du hast ein Aktienunternehmen gegründet! Das ist sehr vernünftig von dir, denn allein hättest du doch nie etwas erreicht. — Kommt ihr gut zusammen aus?“