„Ich bin es!“ sagte das Wesen.

„Ja, wer denn?“ fragten die Korallen wieder.

„Kennt ihr mich nicht? Ich bin die Kokosnuß und bin in der ganzen Welt berühmt. Ich baue Inseln, die auf die Landkarten eingezeichnet werden und in der Geographiestunde vorkommen. Sogar Lieder sind über mich gedichtet worden.“

„Das mag alles sein,“ sagten die Korallen. „Davon wissen wir nichts. Wir haben selber eine Insel gebaut und nie Zeit gehabt, Lieder zu singen.“

„Ja, es ist unglaublich, wieviel Unwissenheit in der Welt existiert,“ entgegnete die Kokosnuß. „Na, habt ihr denn Erde genug, daß ich darin Wurzel schlagen kann und zu einer Palme werden kann?“

„Aha!“ flüsterten die Korallen. „Es ist die Palme!“

Da baten sie sie höflich, in einiger Zeit wiederzukommen; dann wollten sie ihr Bestes tun, um ihr Erde zu verschaffen, in der sie wachsen könne.

„Gut!“ sagte die Kokosnuß. „Dann treibe ich mich noch ein bißchen im Meere herum. In einem Jahr ist meine Schale so dick, daß ich alles vertragen kann.“

Mit diesen Worten schwamm sie weiter.

Sooft nun etwas Tang oder tote Fische oder Seesterne im Wasser waren, baten die Korallen die Wellen, es doch auf die Insel zu werfen. Die Wellen taten das auch, und es lag dann da oben, verfaulte und wurde zu Erde. Die Seevögel kamen und sorgten für die Düngung; in dem Dünger war ein Kirschstein, der schlug Wurzel und wuchs zu einem hübschen Bäumchen heran.