„Diese Leute wollen eben keine Vernunft annehmen!“ schalt Madam Hirsch. „Da mögen sie sehen, wie sie durchkommen. Wie man sich bettet, so liegt man.“

Damit gingen die Tiere fort. Die Zweifüßler aber blieben auf ihrem Baume, während der Regen immer noch herabströmte und das Kind vor Kälte schrie.

„Sieh doch das dumme Schaf da unten auf der Wiese,“ sagte das Weib. „Es läßt es sich wohl sein in seinem dicken Pelz, während mein armer kleiner Junge hier liegt und frieren muß.“

Der Zweifüßler hörte recht gut, was sie sagte, gab ihr aber keine Antwort. Eine Weile saß er schweigend da und dachte nach. Dann kletterte er vom Baume hinunter und setzte sich auf die Erde, um weiter zu sinnen und zu grübeln, während der Regen herabstürzte. Oben hörte er sein Söhnchen schreien, und unten auf der Wiese sah er das Schaf weiden.

Da richtete der Zweifüßler sich auf und ging auf das Schaf zu. Unterwegs nahm er einen scharfen Stein auf und verbarg ihn in der Hand. Er ging ganz langsam und sah zur Seite, damit das Schaf nicht erschräke. Dann stürzte er plötzlich auf das Tier zu.

„Määh! Mord! Hilfe!.... Ich sterbe!“ schrie das Schaf.

Der Zweifüßler schlug es mit dem Stein gegen die Stirn, so daß es zu Boden fiel. Dann erwürgte er es mit den Händen, packte es am Fell und schleppte es zu dem Baum, der jetzt seine Wohnung war.

Mit dem scharfen Stein durchlöcherte er das Fell und begann, es mit den Nägeln zu zerreißen. Seine Frau kam herunter und half ihm. Sie arbeiteten eifrig mit den Zähnen, damit es schneller ginge; und mitten in ihrem Tun hörten sie auf und sahen einander mit frohen Augen an.

„Wie das gemundet hat!“ rief der Mann.