Als der Mann eben traurigen Sinnes fortgehen wollte, gewahrte er die Katze des Bauern, die auf dem Zaune saß und spann.
„Hör’ mal, Kätzchen,“ sagte er. „Gestern lagen drei Goldammern im Nest!“
„Ah,“ sagte die Katze.
„Die hast du gefressen.“
„Ja,“ sagte die Katze.
„Und darum wirst du jetzt Schläge kriegen.“
„Lügen!“ rief die Katze.
Da ergriff der Mann einen Stein und warf nach ihr, traf sie aber nicht. Denn wupps! war sie auf einen Baum geklettert. Da saß sie nun und grinste ihn an.
„Ich kann dir nicht sagen, wie traurig mich dein Benehmen macht,“ sagte der Mann. „Vor der Menschen Bosheit und Grausamkeit bin ich in die friedliche Natur geflohen und stoße da auf einen Banditen wie dich. Du hast wahrlich kein Herz im Leibe; denn du hattest keine Freude an den kleinen unschuldigen Goldammern, die eben zur Welt gekommen waren, und an ihrer Mutter, die so glücklich darüber war. Ehrgefühl kennst du auch nicht... Geziemt sich’s denn für eine alte, ergraute Katze, drei winzigkleine Vogeljunge zu morden?“