„Das ist eine Lüge,“ schrie das Brennholz.

„Es ist wahr,“ sagte der Koks.

„Es freut mich, daß der Koks mir Glauben schenkt,“ erwiderte die Steinkohle. „Obwohl er doch nicht mehr Grund dazu hat als das Brennholz. Keiner von euch hat es gesehen. Die Wälder, die damals auf der Erde standen, sind weg... ganz und gar weg. Nur die Steinkohlen sind davon übrig. Wogegen es Buchen und Birken noch heut in Massen gibt.“

„Weiter!“ drängte der Koks.

„In solch einem Walde war ich der stolzeste Baum. Ein Farrenbaum. Heutzutage habt ihr solch kleines Krautwerk, das ihr Farren nennt... Gott mag wissen, woher die stammen. Ich war ein Baum ... mit hohem, mächtigem Stamm und breiter Krone. Der ganze Wald bestand aus solchen Bäumen. Und Menschen... es gab keine Menschen damals. Auch keine Vögel, Hirsche und Bären und wovon ihr zu schwatzen wißt. Das ist allerhand kleines Gewürm, das hinzukam, seitdem alles hier auf Erden kleiner geworden ist. Ungeheure Echsen krochen auf den Felsen umher, andere derselben Art schwammen in den Seen, wieder andere durchflogen die Luft. Ich weiß wirklich nicht, wie ich sie euch beschreiben soll... doch, ich sah auf der Reise hierher ein winziges Tierchen, das sonnte sich auf einem Stein, und der Zugführer nannte es eine Eidechse, glaub’ ich. Wenn ihr so eine gesehen habt und sie euch tausendmal so groß denken könnt und mit einem fürchterlichen Schlund voll spitziger Zähne... dann habt ihr eine ganz schwache Vorstellung von den Tieren, unter denen ich meine Jugend verlebte.“

„Das kann man eine Geschichte nennen,“ sagte der Torf ehrerbietig.

„Da stand ich also. Meilenweit im Lande standen wir unter unseresgleichen. Aber freilich...“

Die Steinkohle schwieg ein Weilchen und seufzte.

„Weiter,“ sagte der Koks.