„Nein, die guten Menschen sind recht armselige Geschöpfe,“ sagte der Cholerabazillus. „Denken Sie doch daran, wie lange Zeit man gebraucht hat, um uns zu entdecken. Jahrtausendelang haben sie sich mit den gleichgültigsten Dingen beschäftigt. Sie haben Krieg mit Löwen und Tigern geführt, mit Schlangen, Krokodilen und andern unbedeutenden Wesen; und als sie sie bezwungen hatten, hielten sie sich für die Herren der Erde und für die Krone der Schöpfung. Über uns wußten sie nicht Bescheid. Ihre ausgezeichneten Augen konnten uns nicht sehen. Ihre klugen Gedanken konnten uns nicht erraten. Ihre scharfen Waffen konnten uns nicht treffen.“

„Aber nun kennen sie uns,“ warf der Diphtheriebazillus ein.

„Ach ja,“ seufzte der Tuberkelbazillus.

„Ja, nun kennen sie uns leider,“ sagte der Cholerabazillus.

Während alle drei so ihren melancholischen Gedanken nachhingen, purzelten zwei neue Bürschchen aus der Luft herab und legten sich nicht weit von ihnen nieder.

Sie waren nicht größer als die drei, die schon da waren. Aber der eine war so dick wie eine kleine Tonne und der andere so dünn, daß es kaum zu verstehen war, daß er existieren konnte; und außerdem war er gewunden wie ein Korkzieher.

„Gott mag wissen, was das für Gestalten sind,“ sagte der Cholerabazillus leise zu seinen Kameraden.

„Ich habe sie noch nie gesehen,“ flüsterte der Diphtheriebazillus. Und der Tuberkelbazillus sagte das gleiche.

„Wir wollen ihnen ein bißchen auf den Zahn fühlen,“ schlug nun der Cholerabazillus vor.