„Nun ist der Bursche schon wieder voll,“ schalt sie. „Ich möchte eigentlich wissen, was für einen Zweck es hat, daß er in einem fort herumrennt.“
So zankten sie sich, während ein Jahr nach dem andern verstrich und sie ihre bestimmten Bahnen zurücklegten. Ringsum wanderten die andern Sterne mit ihren Sorgen und Kümmernissen dahin. Und in der Mitte des Ganzen leuchtete über ihnen allen die Sonne.
*
Eines Tages im März kam ein fremder Stern durch den Weltraum angeschwommen.
Weder die Erde noch der Mond hatten ihn jemals gesehen; und darum machten sie große Augen, als sie ihn erblickten. Er glich auch den andern Sternen durchaus nicht; denn er hatte einen langen, leuchtenden Schweif.
„Was in aller Welt ist das für ein Bursche?“ fragte die Erde.
„Ich habe noch nie so etwas gesehen!“ sagte der Mond.
Sie waren beide so überrascht, daß sie nahe daran waren, stillzustehen. Der fremde Stern kam immer näher; und die Erde bekam Angst, daß er gegen sie anrennen werde. Als er nahe genug war, so daß man ihn anrufen konnte, schrie die Erde:
„Hallo! Was willst du hier auf meinem Weg? Wer bist du? Woher kommst du? Wohin gehst du?“