„Etwas?“ fiel die Erde gekränkt ein. „Ich habe den ganzen Leib voll, wenn du’s wissen willst. Gerade das macht mich so außerordentlich interessant. Siehst du ... früher bin ich einmal ein ebenso loser, lustiger Gesell gewesen wie du. Aber dann hab’ ich mich zusammengenommen und habe mich verdichtet. Schließlich hat sich rings um mich eine dicke Kruste gebildet; und jetzt kann ich nur noch Kaminfeuer in meinen Vulkanen brennen lassen. Aber Feuer hab’ ich in mir!“
„Mit der Kruste, das muß eine lästige Sache sein,“ sagte der Komet.
„Nun ja,“ sagte die Erde. „Man gewöhnt sich mit der Zeit daran. Und jetzt leben Menschen darauf.“
„Menschen?“ wiederholte der Komet. „Was ist denn das?“
Die Erde juckte sich nachdenklich am Nordpol und stieß dabei an die Eiskapuze, so daß sich ein paar gewaltige Blöcke loslösten, die als Eisberge ins Meer hinaustrieben.
„Tja,“ sagte sie dann. „Eigentlich ist es wohl so eine Art Ungeziefer.“
„Pfui!“ warf der Komet ein.
Die Erde schwieg ein Weilchen, wie wenn sie nachdächte. Dann fuhr sie fort:
„Wenigstens kribbeln und krabbeln sie herum, daß man manchmal rein verrückt dabei werden möchte. Und je mehr hinzukommen, desto ärger wird es. Sie durchwühlen mich in Kreuz und Quere, um Kohlen und Metall zu finden und was sie sonst noch brauchen können. Sie legen Schienen und fahren mit Dampf rings um mich herum, sprengen Löcher in meine größten Berge und schlagen Brücken über meine Gewässer. Und dann sagen sie, sie seien meine Herren.“