Krieg mit Antiochos III. von Syrien.
Antiochos, herbeigerufen von den mit Roms Schutzherrschaft unzufriedenen Ätōlern, eröffnet den Krieg mit einer Landung in Thessalien. Von da geht er nach Euböa. Die meisten Griechen, namentlich der Achäische Bund, bleiben den Römern treu, mit denen sich auch Philipp von Makedonien, Eumĕnes von Pergamon und Rhodos verbinden. Landung des Konsuls M’. Acilius Glabrio in Epirus und Marsch nach Thessalien.
191.
Schlacht bei Thermopylae. Der Konsular und Besieger der Spanier, M. Porcius Cato, welcher als Kriegstribun im römischen Heere dient, überrumpelt die Ätoler auf dem Bergpfade des Ephialtes (S. 40), der Konsul Acilius nimmt den Hauptpaß und zersprengt das Heer des Antiochos, der mit wenigen Truppen nach Chalkis entkommt und sich dort nach Ephĕsus einschifft.
190.
Eine rhodische Flotte besiegt die von Hannibal geführte Flotte des Königs an der Mündung des Eurymedon (s. S. 43), die römische Flotte siegt am Vorgebirge Myonnesos unweit Ephesus. Das römische Landheer unter L. Cornelius Scipio, welchen sein Bruder Scipio Africanus als Legat begleitet, marschiert durch Makedonien und Thrakien, setzt über den Hellespont und schlägt den Antiochos bei Magnesia am Sipy̆los, nicht weit von Smyrna.
189.
Friedensschluß: Antiochos tritt Kleinasien bis zum Taurusgebirge ab, zahlt in zwölf Jahren 15000 Talente (über 70 Mill. Mark) Kriegskosten, liefert seine Kriegsschiffe bis auf zehn aus. Hannibal entflieht nach Bithynien zum Könige Prusias, tötet sich dort 183 durch Gift.
In Rom glänzender Triumph des L. Cornelius Scipio, der den Beinamen Asiaticus annimmt. Der Senat beschließt, vor der Hand keine unmittelbaren Besitzungen in Asien zu erwerben, verteilt die abgetretenen Länder an die Bundesgenossen, namentlich an Eumĕnes von Pergamon und die Rhodier, und nimmt die griechischen Städte Asiens in Schutz gegen die Galăter (189 Zug des Konsuls Cn. Manlius Volso von Ephĕsus aus). In Griechenland werden die Ätōler besiegt und unterworfen, die übrigen Staaten behalten vorläufig ihre Selbständigkeit. Die inneren Zwistigkeiten dauern unter den Griechen fort, der römische Senat wird als Schiedsrichter angerufen,
186.