Catos und Ciceros Entfernung aus Rom auf Cäsars Betreiben durchgesetzt von dem durch Adoption aus einem Patrizier zum Plebejer gemachten Volkstribunen P. Clodius, Nachkommen des App. Claudius Caecus. Cato wird durch Volksbeschluß beauftragt, die den Römern durch Testament des Königs von Ägypten zugewiesene Insel Cypern zu übernehmen. Cicero wird geächtet, weil er römische Bürger ohne gerichtliches Urteil habe hinrichten lassen; er geht nach Thessalonike in Makedonien.
58–51.
Eroberung Galliens durch Cäsar.
Gallien bewohnt von keltischen Stämmen, die sich zu Gauverbänden vereinigt haben (im N. die Belger, im S. die Aquitaner, in der Mitte die Äduer, Arverner, Sequaner mit ihren Genossen). Zur Ausgleichung der Streitigkeiten jährliche Landtage im Gebiet der Carnuten unter Leitung der Priester (Druiden). Die Arverner und Sequaner aber haben im Streit mit den Äduern germanische Stämme, Sueben unter dem König Ariovist, herbeigerufen und ihnen Land abtreten müssen. Cäsar schützt, indem er zunächst für die Sicherheit der römischen Provinz sorgt, die Gallier in ihren Wohnsitzen.
58.
Cäsar siegt über die in Gallien einbrechenden Helvetier bei Bibracte (unweit Autun), dann über den Germanenfürsten Ariovist nordöstlich von Vesontio (Besançon), in der Gegend von Mülhausen im Elsaß.
57.
Unterwerfung der meisten belgischen Volksstämme nach einem schwer errungenen Siege über die Nervier am Flusse Sabis (Sambre). Im Süden vergeblicher Versuch, durch Besetzung von Octodurus (Martigny in Wallis) den Alpenübergang über den Paß des Großen St. Bernhard zu sichern.
56.
Unterwerfung der Seestaaten, namentlich der Venĕter, in Arĕmorĭca (Bretagne und Normandie) durch schwere Kämpfe Cäsars zu Lande und zur See. Im Süden unterwirft der Legat P. Crassus, Sohn des Triumvirs, die Aquitaner.