48–47.

Alexandrinischer Krieg.

Aufstand der Einwohner von Alexandrīa, unterstützt durch das seit Zurückführung des Königs Ptolemäus Aulētes (55) dort befindliche römische Besatzungsheer. Cäsar, in der Königsburg belagert, gerät in die größte Gefahr, aus der ihn nur seine Verwegenheit rettet. Er läßt die ägyptische Flotte in Brand stecken, wobei ein Teil der Stadt in Feuer aufgeht, auch die berühmte alexandrinische Bibliothek (s. S. 65). Er verläßt die Stadt, nachdem er sich den Besitz der den Hafen beherrschenden Leuchtturminsel Pharos gesichert hat, und schlägt mit Hilfe eines aus Asien herbeigekommenen Entsatzheeres das ägyptische Heer am Nil. Der junge König Ptolemäus ertrinkt auf der Flucht. Die Regierung wird, unter römischer Oberhoheit, seiner Schwester Kleopatra und ihrem jüngsten Bruder übergeben, in Alexandrīa bleibt eine römische Besatzung. Cäsar geht nach Kleinasien und beendet in einem fünftägigen Feldzug (veni, vidi, vici) den

47.

Krieg gegen Pharnăces,

Sohn des Mithradates (s. S. 109), welcher Pontus, Klein-Armenien und Kappadokien besetzt hatte. Cäsar besiegt ihn bei Zela und zwingt ihn zur Rückkehr in sein bosporanisches Reich, wo er bald umkommt. Ordnung der asiatischen Verhältnisse. Deiotărus (S. 109), der bei Pharsalus gegen Cäsar gefochten hatte, verliert den größten Teil seiner Herrschaft.

Rückkehr Cäsars nach Rom. Cicero, von ihm begnadigt und ehrenvoll behandelt, zieht sich auf sein Tusculanum zurück, bleibt aber sein Gegner. Nach Beschwichtigung eines Aufstandes der in Campanien stehenden Legionen unternimmt Cäsar den

46.

Krieg in Afrika

gegen die Pompejaner (Cn. und Sextus Pompeius, Q. Metellus Scipio, Cato, Labienus, Petreius, König Iuba). Er landet bei Hadrumētum, gerät in Gefahr, da der größte Teil der Truppen infolge eines Sturmes erst später eintrifft, führt dann den Krieg mit Vorsicht gegen die an Zahl überlegenen Feinde, siegt endlich in der blutigen Schlacht bei Thapsus. Cato tötet sich in Utĭca, um den Untergang der Republik nicht zu überleben, daher »Uticensis« genannt. Labienus und Sextus Pompeius entkommen nach Spanien. — Ein Teil Numidiens wird von Cäsar mit der Provinz Afrika vereinigt, der andere an König Bocchus von Ost-Mauretanien gegeben.