Ottos zweiter Zug nach Rom, Gerbert als Papst eingesetzt (Silvester II.); Ottos Plan, als Kaiser in Rom seinen Wohnsitz zu nehmen und von hier aus die Christenheit als einen theokratischen Universalstaat zu beherrschen.
1000.
Ottos III. Wallfahrt zum Grabe des heiligen Adalbert in Gnesen, wo er in Gemeinschaft mit Herzog Boleslav von Polen ein Erzbistum errichtet: dann nach Aachen zum Grabe Karls d. Gr. Von da reist er nach Rom.
1001.
Papst Silvester II. verleiht dem Ungarnfürsten Stephan dem Heiligen, der sein Volk zum Christentum bekehrt, die Königskrone (Stephanskrone). Otto III., durch Aufstand aus Rom vertrieben, begibt sich mit dem Papste nach Ravenna, versucht vergebens Rom wiederzuerobern.
1002.
Otto † in Paterno (am Fuße des Sorakte), in Aachen bestattet. Silvester kehrt nach Rom zurück.
1002–1024.
Heinrich II. (der Heilige), Herzog von Bayern, Sohn Heinrichs des Zänkers und der Schwester König Rudolfs III. von Burgund, zu Mainz zum König erwählt und gekrönt, im Gegensatz zu Otto III. eine nüchterne, praktische Herrschernatur. Er stellt das erschütterte Ansehen der Kaisergewalt wieder her und behauptet das deutsch-italische Reich.
1004.