Johann II., der Gute.

1356.

Sieg des Schwarzen Prinzen (Sohn Eduards III.) bei Maupertuis unweit Poitiers. Johann 4 Jahre lang in England Gefangener. Währenddessen in Frankreich Verwirrung und furchtbare innere Kämpfe, da der junge Dauphin[40]

als Statthalter nicht durchzugreifen vermag.

1357–1358.

Aufstand in Paris, geleitet von Etienne Marcel, dem Vorsteher der Innungen (prévôt des marchands), der mit Karl dem Bösen, König von Navarra, in Verbindung tritt.

1358.

Bauernkrieg mit furchtbaren Greueltaten, Jacquerie genannt nach dem Anführer Guillaume Caillet, mit dem Beinamen Jacques Bonhomme, welcher dann zum Spottnamen des französischen niederen Volks wurde. Der Adel schart sich um den Dauphin; nach Unterwerfung der Bauern wird auch der Aufstand in Paris blutig unterdrückt.

1360.

Friede mit England zu Bretigny (bei Chartres): Eduard III. verzichtet auf die französische Krone und erhält Poitou, Guyenne und Gascogne als unabhängigen Besitz ohne Lehnspflicht (S. 192).