1760–1820.
Georg III., Enkel Georgs II., zum Frieden geneigt. Frankreich verbündet sich mit Spanien (Bourbonischer Familienpakt 1761); Pitt tritt aus dem Ministerium, weil nicht sofort Krieg an Spanien erklärt wird. Sein Nachfolger Bute sucht den Frieden herbeizuführen, sieht sich aber doch zur Kriegserklärung gegen Spanien genötigt. Die englische Flotte erobert 1762 Martinique, Havanna, Manila; Spaniens Seemacht fast vernichtet.
1763.
Friede zu Paris: 1. Frankreich tritt Louisiana östlich vom Mississippi (seit 1682 französische Kolonie), Kanada und die Insel Cap Breton, sowie seine afrikanischen Besitzungen am Senegal an England ab, erhält seinen Besitz in Ostindien (Pondichery und Chandarnagar) zurück. 2. Spanien erhält Cuba und die Philippinen zurück, tritt Florida an England ab, erhält von Frankreich Louisiana westlich vom Mississippi.
1757–1784.
Eroberung Ostindiens. Die ostindische Kompagnie (S. 246) hatte 1639 Madras, 1664 Bombay erworben, um 1700 Kalkutta angelegt. Robert Clive siegt 1757 bei Plassey über den mit Frankreich verbündeten Nabob von Bengalen und erobert dieses reiche Land. Der Großmogul in Delhi (S. 219) behält nur den Schein der Herrschaft; die indischen Fürsten müssen hohen Tribut zahlen. Clive 1765 abermals nach Indien gesandt, unterdrückt Aufstände und erweitert das englische Gebiet. Warren Hastings, seit 1773 General-Gouverneur, besiegt die Mahratten und den Sultan Hyder Ali von Mysore 1781, unterwirft dadurch den größten Teil von Dekhan.
1784.
East-India-Bill des jüngeren Pitt (Minister 1783 bis 1801); die Kompagnie wird in militärischen und politischen Angelegenheiten einer königlichen Aufsichtsbehörde untergeordnet, behält aber die Verwaltung der ausgedehnten Gebiete in eigner Hand (bis 1858).
1799.
Hyder Alis Sohn Tippu Sahib, der sich nochmals gegen die englische Herrschaft erhoben hat, fällt bei der Erstürmung seiner Hauptstadt Seringapatam.