Agitationen in der Schweiz (Waadtland) gegen die Regierung in Bern. Eindringen der Franzosen.

April.

Der Bund der Eidgenossen wird in die Helvetische Republik (19 gleichberechtigte Kantone, S. 225) umgewandelt; der Bundesschatz (16 Mill. Francs) ausgeliefert; Genf an Frankreich abgetreten.

1798–1799.

Bonapartes Zug nach Ägypten, vorbereitet unter der Maske einer Unternehmung gegen England, dessen Seeherrschaft zu brechen am ersten im Mittelländischen Meere gelingen konnte.

Auslaufen der Flotte aus Toulon (Mai 1798), mit 35000 Mann unter Bonaparte, Berthier, Kléber, Desaix. Die bisher dem Johanniterorden (S. 242) gehörige Insel Malta wird für Frankreich in Besitz genommen. Landung in Ägypten, Einnahme von Alexandrīa. Sieg über die Mamelucken in der Schlacht bei den Pyramiden (21. Juli), darauf die Hauptstadt Kairo besetzt. Desaix dringt nach Oberägypten vor. Französische Gelehrte (Denon, Generaldirektor der Museen, unter ihm die Vendômesäule errichtet) beginnen die Altertümer Ägyptens zu erforschen (S. 4, Anm. 1).

1798. 1. Aug.

Seeschlacht bei Abukir (Nelson). Die französische Flotte von den Engländern fast vernichtet, dem Landheere die Verbindung mit Frankreich abgeschnitten. Kriegserklärung der Türkei an Frankreich.

Bonaparte unterdrückt einen Aufstand in Kairo und zieht darauf nach Syrien, erstürmt Jaffa, kann aber das mit Hilfe von Engländern verteidigte St. Jean d’Acre (Akkon) nicht nehmen. Pest im französischen Heere, Rückzug nach Ägypten; Landung und Niederlage der Türken bei Abukir 1799.

1799–1802.