Aufstand in Mexiko. Verschwörung gegen den Präsidenten Porfirio Diaz (S. 371). Die Vereinigten Staaten ziehen Truppen an der Grenze zusammen. Porfirio Diaz dankt 1911 ab. Madero, der Hauptführer der Aufständischen, wird zu seinem Nachfolger gewählt, Ende des Aufstandes. 1912 neue Unruhen.

1911.

Englisch-amerikanischer Schiedsvertrag. Japan (Spannung seit der Besetzung der Sandwich-Inseln und der Philippinen, durch den Bau des Panamakanals noch gesteigert) knüpft wieder freundschaftliche Beziehungen mit den Vereinigten Staaten an.

§ 19. Asien.

In Persien (S. 219), das auf eine fast 2500 Jahre alte Kultur zurückblickt, hat das autokratische Regiment die Entwickelung und die Wohlfahrt des Volkes sehr beeinträchtigt. Von persischen Gebieten sind jedoch bisher nur Georgien, Transkaukasien und ein Teil Armeniens an Rußland verloren gegangen (S. 297, 348).

1906.

Verfassung eingeführt. Doch gerät der Schah Mohammed Ali bald in Streit mit dem Parlament (Medschlis) und löst es auf. Daher Aufstand im Lande.

1909.

England und Rußland als die Nachbarn fordern vom Schah Wiederberufung des Medschlis, Gewährung einer Verfassung und Reform der Verwaltung als Bedingung für die Zulassung einer Anleihe. Diese Einmischung abgelehnt. Einmarsch russischer Truppen in Täbris; englische besetzen Abuscher am Persischen Golf. Straßenkämpfe in Teheran. Mohammed Ali abgesetzt, begibt sich nach Rußland. Der Titel Schah abgeschafft. Seitdem Sultan Ahmed Mirsa (geb. 1897). Regent Ali Reza Chan. Verfassung wiederhergestellt. Schwierigkeit für das Parlament, das Reichsbudget im Gleichgewicht zu halten. Anleihe in Rußland und England genehmigt gegen Verpfändung persischer Zolleinkünfte. England und Rußland grenzen ihre Interessensphären ab (S. 403, vgl. Deutsch-russisches Abkommen über Persien, S. 397). Berufung belgischer Beamten für Zoll- und Postverwaltung, amerikanischer Beiräte für die Ordnung der Finanzen. Der Amerikaner Morgan Shuster Generalschatzmeister. Protest der Jungperser gegen die russisch-englischen Pläne.

1910.