1905.
Die Mandschurei an China zurückgegeben (S. 423). »Offene Tür« daselbst allen Mächten garantiert.
1909.
Streitigkeiten mit Rußland und Japan über die Abgrenzung der Rechte in der Mandschurei geregelt. Der Tumenfluß als Grenze zwischen der Mandschurei und Korea festgesetzt. 1911 Pest in der Mandschurei (Charbin).
Das Eindringen der europäischen Kultur und der Vergleich mit Japan erwecken in weiten Kreisen den Wunsch nach zeitgemäßen Reformen. Manche Vizekönige Anhänger dieser Reformpartei, z. B. Juanschikai. Er wird 1909 abgesetzt, weil er die Gleichstellung der Mandschu mit den Chinesen und die Beseitigung ihrer Renten gefordert hatte. 1910 die Abschaffung der Sklaverei von der Regierung verfügt. Vorbereitungen für die Berufung eines Parlaments getroffen. Kaiserlicher Erlaß über die Bildung eines verantwortlichen Ministeriums.
1911.
In den südlichen Provinzen (Kanton) bricht eine Revolution aus. Beseitigung der Mandschudynastie gefordert. Hankau erobert (Eingreifen deutscher Marinetruppen zu Gunsten der Regierung), ebenso Nanking. Dr. Sunyatsen Leiter der Revolutionäre. Juanschikai erhält Vollmacht zu allen ihm geeignet erscheinenden Maßregeln. Kaiserlicher Erlaß verheißt Einführung einer Verfassung und Amnestie. Juanschikai Ministerpräsident. Der Prinzregent Tsaifeng (Kaiser Pu Yi geb. 1906) leistet den Eid auf die Verfassung. Waffenstillstand. In Schanghai Versammlung der Abgeordneten der 14 südlichen Provinzen. Sunyatsen vorläufig zum Präsidenten der »Vereinigten Staaten von China« gewählt. Abfall der Mongolei (S. 403). Juanschikai sucht eine konstitutionelle Monarchie unter den Mandschu zu erhalten. Als die Aufständischen Truppen gegen die nördlichen Provinzen senden, erfolgt die
1912. Febr.
Abdankung der Mandschudynastie (S. 251). China Republik. Juanschikai Präsident.
Japan seit seinem Siege über China (S. 420) die herrschende Macht in Ostasien. Korea gerät immer mehr unter japanischen Einfluß.