Aufstand auf Ponape und Dschokadsch (Ostkarolinen) niedergeworfen durch Landungstruppen von 4 deutschen Kriegsschiffen. Vornehmliche Ausfuhr: Phosphat, Kopra, Trepang. Handelsergebnis 1910: Ausfuhr für rund 10 Mill. Mark, Einfuhr für rund 2 Mill. Mark.

6. Samoa-Inseln (2572 qkm) mit 491 Weißen und 40000 Farbigen (1911). Schon 1879 erwarb das Deutsche Reich hier eine Marinestation, um den von Hamburger Kaufleuten begründeten Handel zu schützen. 1889 Vertrag mit England und Nordamerika, um den Parteikämpfen der einheimischen Könige ein Ende zu machen; 1899 Aufhebung des Königtums. Deutschland erwirbt die vier westlichen Inseln (S. 407). Hafenstadt Apia auf der Insel Upolu. Fruchtbares Land; Ausfuhr von Kopra und Kakao. Handelsergebnis 1910: Ausfuhr und Einfuhr für je rund 3½ Mill. Mark. Das Christentum schon seit 1830 eingeführt durch englische Missionare.

7. Kiautschou (550 qkm), 1898 auf 99 Jahre gepachtet, jetzt 1680 Weiße (ohne Truppen) und 162000 Eingeborene. Hafenstadt Tsingtau, gute Handels- und Flottenstation, Ausgangspunkt der nordost-chinesischen Eisenbahnen. Im Hinterlande reiche Steinkohlenlager.

Anhang.

I. Brandenburgisch-preußische Geschichte.

Um 780.

Grenzmarken des deutschen Reiches an der Elbe und Saale zum Schutz gegen die Wenden gegründet von Karl d. Gr. Befestigung und Erweiterung derselben durch die Feldzüge Heinrichs I. (928).

937–965.

Markgraf Gero, von König Otto I. eingesetzt, unterwirft das Wendenland bis zur Oder. Bistümer Havelberg und Brandenburg. Nach Geros Tode Teilung des Gebiets der Mark: Nordmark, Ostmark, Meißen.

983.