[47] Doch bleiben die drei Seestädte Lübeck, Hamburg, Bremen durch ein 1630 geschlossenes Bündnis als Hansestädte vereinigt.
[48] Geschlossen auf einer Insel in dem Grenzfluß Bidassoa, der in den westlichen Pyrenäen entspringt.
[49] Er ließ eine Denkmünze prägen mit der Umschrift: Exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor.
[50] Geb. 24. Januar 1712. Strenge Erziehung; Vorliebe des Prinzen für französische Literatur und Musik, Abneigung gegen militärische Übungen, Jagden, Tabakskollegium; der Vater hält ihn daher für untüchtig. Nachdem der Plan einer Vermählung Friedrichs mit einer Tochter Georgs II. von England (S. 299) gescheitert ist, Fluchtversuch 1730 unweit Mannheim, während einer Reise mit dem König. Verhör in Wesel, Kriegsgericht; der Kronprinz kommt als Gefangener nach Küstrin (Katte hingerichtet), arbeitet dort in der Kriegs- und Domänenkammer. 1732 Aussöhnung; der Prinz erhält die Führung eines in Neu-Ruppin stehenden Regiments, heiratet 1733 Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern, lebt dann mit seinen Freunden im Schloß Rheinsberg unweit Ruppin. Briefwechsel mit Voltaire.
[51] Riquetti, Graf von Mirabeau, geb. 1749, † 1791, von seltenem Talent, aber sittenlos, verschuldet, mit seiner Familie zerfallen, gewählt in der Provence als Abgeordneter des dritten Standes.
[52] Napoléon Bonaparte geb. 15. Aug. 1769 in Ajaccio auf Korsika (S. 303f.), 1779 auf der Kriegsschule zu Brienne, dann in Paris, 1785 Leutnant in Valence, 1789–92 meist auf Korsika, wo damals Aufstand gegen die französische Herrschaft war, 1793 Hauptmann, dann in Paris mit den Jakobinern in Beziehung, vor Toulon zum Oberst, nach der Einnahme zum Brigadegeneral der Artillerie befördert, 1794 in Robespierres Sturz verwickelt und verhaftet, aber wieder freigelassen, 1795 wegen Insubordination aus den Listen der Armee gestrichen. »Seine militärische Begabung erhob ihn zum Beherrscher Europas«.
[53] Gebhard Leberecht v. Blücher, geb. 1742 zu Rostock, tritt 1758 bei den schwedischen Husaren in Vorpommern ein, 1760 bei den preußischen Husaren, kämpft mit bei Freiberg 1762, nimmt 1773 als Rittmeister seinen Abschied, tritt 1787 als Major wieder ein, führt 1794 als General sein Regiment bei Kaiserslautern; 1802–1806 kommandierender General in Münster, Okt. 1813 Feldmarschall, † 1819.
[54] Karl Freiherr vom Stein, geb. 1757 zu Nassau, seit 1780 im preußischen Staatsdienst, 1796 Oberpräsident der westfälischen Kammer in Minden, 1804 Finanzminister, Januar 1807 vom König in Ungnaden entlassen, nach dem Tilsiter Frieden zurückberufen. Minister bis 1808, 1812 von Kaiser Alexander nach Petersburg berufen, 1813–14 einflußreich im Hauptquartier der Verbündeten und auf dem Wiener Kongreß, † 1831 zu Kappenberg in Westfalen.
[55] Karl August v. Hardenberg, geb. 1750 zu Essenroda im Hannoverschen, seit 1792 im preußischen Staatsdienst, 1804–06 Minister des Auswärtigen, 1810 Staatskanzler, 1814 in den Fürstenstand erhoben, † 1822.
[56] Gerhard David Scharnhorst, geb. 1755 zu Bordenau im Hannoverschen, seit 1802 preußischer Offizier, 1806 Generalquartiermeister beim Herzog von Braunschweig, in Lübeck gefangen, doch bald ausgewechselt, † 28. Juni 1813 in Prag.