Friede des Antalkĭdas. Die Griechenstädte Kleinasiens, sowie die Inselstadt Klazomĕnä und Cypern werden den Persern preisgegeben. Die Athener behalten nur die Herrschaft über Lemnos, Imbros und Skyros, alle übrigen Staaten und Inseln sollen selbständig sein. Messenien jedoch bleibt unter spartanischer Herrschaft. Gewalttätiges Auftreten der Spartaner zur Durchführung dieser Bestimmungen.

379–362.

Krieg zwischen Theben und Sparta,

veranlaßt durch die Besetzung der Kadmeia (383). Ein spartanisches Heer war gegen die Stadt Olynthos gesandt, welche ihre Hegemonie über die kleineren Städte der Halbinsel Chalkidĭke nicht aufgeben wollte. Phöbĭdas, mit einer zweiten Abteilung nachgesandt, besetzt die Kadmeia, die Burg von Theben, im Einverständnis mit der aristokratischen Partei daselbst. Olynth wird 379 von den Spartanern erobert.

379.

Thebanische Flüchtlinge, die in Athen Aufnahme gefunden haben, befreien von dort aus unter Führung des Pelopĭdas ihre Vaterstadt und nötigen, unter Mitwirkung des Epameinondas, die Spartaner zum Abzug aus der Kadmeia.

378.

Die spartanischen Könige Kleombrŏtos und Agesilāos ziehen gegen Theben zu Felde, kämpfen aber ohne Erfolg. Der Versuch eines spartanischen Unterfeldherrn, sich des Peiraieus zu bemächtigen, veranlaßt die Athener zum Bündnis mit Theben. Darauf gründen sie den zweiten athenischen Seebund (Chios, Lesbos, Rhodos, Byzanz, Euböa, Kerkyra, chalkidische Städte, Kykladen; keine Kleruchieen in bundesgenössischem Gebiet, geringere Geldbeiträge). Seesiege des Chabrias (bei Naxos) und Timotheos (bei Leukas) über die peloponnesische Flotte. Olynth wird wieder selbständig. Sparta und Athen als Vertreter ihrer Bundesgenossen schließen 371 Frieden; Theben aber weigert sich, seine Hegemonie über Böotien aufzugeben, soll von den Spartanern dazu gezwungen werden.

371.

Schlacht bei Leuktra.