298–290.

Dritter Samnitenkrieg.

Die Samniten schließen mit den Lukanern ein Bündnis, um einen letzten Kampf für Italiens Unabhängigkeit zu wagen. Neue Erhebung der Etrusker und Umbrer.

Der Konsul L. Cornelius Scipio[23] nötigt 298 die Lukaner, dem Bündnis mit Samnium zu entsagen. Die Samniten stellen mit äußerster Kraftanstrengung drei Heere ins Feld, eins zur Verteidigung ihres Gebiets, das zweite für Campanien; das dritte führt ihr Feldherr Gellius Egnatius durch das marsische und umbrische Gebiet nach Etrurien. Gallische Stämme schließen sich dem Bündnis der Italiker gegen Rom an. Große Rüstungen in Rom. Die Konsuln Q. Fabius Maximus Rullianus und P. Decius Mus rücken mit 60000 Mann nach Umbrien vor.

295.

Entscheidungsschlacht bei Sentinum, Todesweihe des jüngeren P. Decius Mus.

Die Umbrer unterwerfen sich, die Etrusker bitten um Frieden und werden Rom Untertan; die Samniten kämpfen weiter, werden aber 293 bei Aquilonia besiegt. Endlich erneuert der Konsul M’. Curius Dentatus das Bündnis mit ihnen; sie behalten ihr Gebiet, lassen aber fortan den Römern freie Hand, ihre Herrschaft im übrigen Italien zu befestigen.

Abermals Kolonien gegründet: Minturnae und Sinuessa im Gebiet der Aurunker (römische Bürgerkolonien), Hatria in Picenum, Venusia in Apulien (latinische Kolonien). Die Sabiner müssen römisches Bürgerrecht ohne Stimmrecht annehmen. Gegen die Gallier wird 283 die Bürgerkolonie Sena Gallica in Umbrien eingerichtet. Der Schutz, welchen Rom der von Lukanern und Bruttiern angegriffenen Griechenstadt Thurii gewährt, führt herbei den

282–272.

Krieg mit Tarent.