von den Karthagern geschlagen. Darauf in den nächsten Jahren nur Landkrieg auf der Westseite Siciliens. Der karthagische Feldherr Hamilkar, genannt Barkas (d. h. der Blitz), verteidigt sich 6 Jahre mit Erfolg gegen die Römer, erst auf dem Berge Eirkte (Monte Pellegrino bei Palermo), dann auf dem Eryx bei Drepana, beunruhigt auch durch Kaper die Küsten Italiens. Durch das Zusammentreten reicher Bürger in Rom wird endlich aus Privatmitteln eine neue Flotte gebaut. Mit dieser erringt der Konsul C. Lutatius Catulus den entscheidenden
241.
Seesieg bei den Agatischen Inseln
(gegenüber Lilybaeum) über die karthagische Flotte unter Hanno.
Friede: 1. Die Karthager verzichten auf ganz Sicilien. 2. Sie zahlen 3200 Talente (16½ Mill. Mark) Kriegsentschädigung in zehn Jahren. — Der größere, westliche Teil Siciliens wird die erste römische Provinz unter der Verwaltung eines Prätors; der kleinere südöstliche Teil bleibt unter der Hoheit des mit Rom verbündeten Königs Hiero von Syrakus.
238.
Karthago in großer Gefahr durch den Aufstand der Söldner und der libyschen Untertanen, welcher endlich von Hamilkar unterdrückt wird. Die Römer benutzen dies, um von den Karthagern die Abtretung von Sardinien und Zahlung von 1200 Talenten zu erzwingen. Die Insel wird mit dem früher etruskischen Korsika zu einer Provinz vereinigt. Doch besetzen die Römer nur die Küsten dieser Inseln; die Gebirgsbewohner im Inneren werden gelegentlich bekriegt, um Sklaven zu erbeuten.
236.
Hamilkar beginnt Eroberungen in Spanien, um neues Gebiet für Karthago zu gewinnen; sein Schwiegersohn Hasdrubal, Nachfolger im Oberbefehl, gründet 227 Neu-Karthago (Cartagena).
229–228.