THEOBALD nach einer Pause, während der Christian, gegen die Tür gelehnt, schluchzend steht:
Am Schicksal ist nicht zu deuten. Jetzt soll man der Sache ins Auge sehn. Wäre es nicht wie der Blitz gekommen, hätte ich dich vorbereitet. Aber sie war immer für das Überraschende und hat es noch mit dem Tode so gehalten.
CHRISTIAN:
Wir müssen sie überführen und hier mit gebührendem Pomp ...
THEOBALD:
Auch das ist seit gestern vorbei.
CHRISTIAN:
Nicht einmal dazu riefest du mich!
THEOBALD:
Warum sollte ich dir Umstände machen? Und noch dazu wußte ich nicht, ob's dir hier in den Kram paßte. Beerdigung ist immerhin eine offizielle Angelegenheit. Die Sekunde, in der ihr während der ganzen windschnellen Katastrophe schwante, um was es sich für sie handele, hauchte sie auch: Daß nur Christian nichts davon erfährt. Also ganz in ihrem Sinn. Friert dich?