Über das Maß eines Marsches und die dazu erforderliche Zeit ist es natürlich, sich an die allgemeinen Erfahrungssätze zu halten.
Für unsere neueren Heere steht es längst fest, daß ein Marsch von drei Meilen (21 Kilometer) das gewöhnliche Tagewerk ist, das bei langen Zügen sogar auf zwei Meilen (14 Kilometer) heruntergesetzt werden muß, um die nötigen Rasttage einschalten zu können, die für die Herstellung alles schadhaft Gewordenen bestimmt sind.
Ein einzelner mäßiger Marsch nutzt das Instrument nicht ab, aber eine Reihe von mäßigen tut es schon, und eine Reihe von schwierigen natürlich viel mehr.
Auf der Kriegsbühne selbst sind Mangel an Verpflegung und Unterkommen, schlechte, ausgefahrene Wege und die Notwendigkeit beständiger Schlagfertigkeit die Ursachen der unverhältnismäßigen Kraftanstrengungen, durch die Menschen, Vieh, Fuhrwerk und Bekleidung zugrunde gerichtet werden.
Man muß sich auf eine große Zerstörung seiner eigenen Kräfte gefaßt machen, wenn man einen bewegungsreichen Krieg führen will, danach seinen übrigen Plan errichten und vor allem die Verstärkungen, die nachrücken sollen.
Die Entfernung (eines Heeres) von der Quelle, aus der die unaufhörlich sich schwächende Streitkraft ebenso unaufhörlich erzeugt werden muß, nimmt mit dem Vorrücken zu. Eine erobernde Armee gleicht hierin dem Licht einer Lampe. Je weiter sich das nährende Öl heruntersenkt, um so kleiner wird die Flamme.