„Nun denn, Bote,“ sagte Klas, „willst Du mit uns essen und trinken oder nicht?“

Der Mann entgegnete:

„Für die Getreuen wird es Zeit sein, ihre Seelen den irdischen Freuden hinzugeben, wenn die große Babel gefallen ist.“

Da Soetkin und Klas sich bekreuzten, wollte er gehen.

Klas sprach zu ihm:

„Dieweil es Dir gefällt, also ohne Labung des Weges zu gehen, gib meinem Bruder Jobst den Friedenskuß und wache über ihn in der Schlacht.“

„Das werde ich tun“, erwiderte der Mann.

Er machte sich auf, indes Soetkin etwas einholen ging, um den Glücksfall zu feiern. Der Storch kriegte am selbigen Tage zwei Gründlinge und einen Kabeljaukopf zum Abendessen.

Die Kunde verbreitete sich bald in Damm, daß der arme Klas durch das Vermögen seines Bruders Jobst ein reicher Klas worden sei. Der Dechant meinte, daß Katheline ohne Zweifel Jobst behext hätte, maßen Klas eine ansehnliche Summe Geldes erhalten und doch Unsrer lieben Frau nicht das geringste Kleid geschenkt hätte.

Klas und Soetkin waren glücklich. Klas arbeitete auf dem Felde und verkaufte seine Kohlen und Soetkin zeigte sich daheim als tüchtige Hausfrau. Aber sie spähte voller Harm ohn Unterlaß auf den Wegen nach ihrem Sohn Ulenspiegel. Und alle drei genossen des Glücks, das ihnen von Gott kam, in Erwartung dessen, das ihnen von den Menschen kommen sollte.