„Klas ist nicht verurteilt, langsam zu brennen, sondern bei starkem Feuer. Henker, schüre den Holzstoß.“

Der Henker tat also, aber das Feuer flammte nicht schnell genug auf.

„Erdroßle ihn“, schrien sie.

Und sie warfen mit Steinen nach dem Profos.

„Die Flamme! die große Flamme!“ schrie Soetkin.

Und wahrlich, eine rote Flamme stieg inmitten des Rauches zum Himmel.

„Er stirbt“, sagte die Wittib. „Herr Gott, erbarm Dich der Seele des Unschuldigen. Wo ist der König, daß ich ihm mit meinen Nägeln das Herz ausreiße?“

Die Sterbeglocken der Frauenkirche läuteten.

Soetkin hörte Klas noch einen lauten Schrei tun, aber sie sah nicht, wie sein Körper sich krümmte und ächzte, um der Qualen des Feuers willen, noch wie sein Gesicht sich verzerrte, noch sah sie seinen Kopf, den er nach allen Seiten drehte und gegen das Holz des Pfahls schmetterte. Das Volk fuhr fort zu rufen und zu zischen, die Frauen und die Knaben warfen Steine, als plötzlich der Scheiterhaufen ganz und gar aufloderte und alle vernahmen, wie Klas mitten in Flammen und Rauch sprach:

„Soetkin! Tyll!“