Ulenspiegel sprach in seinem Herzen: „Du wirst nicht erben, Mörder.“
Plötzlich wandte sich Soetkin um und sprach, auf den Fischhändler weisend: „Der Angeber!“
„Ich weiß es“, sagte er.
„Soll er vom Blut Deines Vaters erben?“
„Lieber wollt ich einen ganzen Tag auf der Folterbank leiden“, antwortete Ulenspiegel.
„Auch ich, aber bekenne nichts um meinetwillen, welche Qual Du mich auch erdulden siehst.“
„Ach, Du bist ein Weib“, sagte Ulenspiegel.
„Armer Schelm,“ sprach sie, „ich habe Dich zur Welt gebracht und weiß zu leiden. Aber Du, wenn ich Dich sähe.“ Da erbleichte sie. „Ich werde zur heiligen Jungfrau beten, die ihren Sohn am Kreuze sah.“
Und sie weinte, dieweil sie Ulenspiegel liebkoste. Und also machten sie miteinander einen Pakt des Hasses und der Kraft.