„Nein, Tyll, mein Geliebter, nein.“

Solches sagend, sah sie ihm so traurig und aufrichtig in die Augen, daß er wohl sah, daß sie wahr redete.

Dann befragte er sie und sprach:

„Woher kommen diese Rufe, und wohin gingen diese Männer? Warum ist Dein Hemd auf der Schulter und im Rücken zerrissen? Warum trägst Du an Stirn und Wangen Kratzwunden?“

„Hör mich an,“ sagte sie, „aber bring uns nicht auf den Scheiterhaufen. Katheline, die Gott vor der Hölle bewahren möge, hat seit dreiundzwanzig Tagen einen Teufel in schwarzen Kleidern, gestiefelt und gespornt, zum Freunde. Sein Antlitz gleißt wie das Feuer, das man des Sommers, wann es heiß ist, auf den Meereswellen sieht.“

„Warum bist Du fortgegangen, Hanske, mein Liebster?“ sprach Katheline. „Nele ist bös.“

Aber Nele redete weiter und sprach:

„Er schreit wie ein Fischadler, um anzukündigen, daß er da ist. Meine Mutter empfängt ihn jeden Samstag in der Küche. Sie erzählt, daß seine Küsse kalt und sein Körper wie Schnee sei. Und so sie nicht alles tut, was er will, schlägt er sie. Einmal brachte er ihr etliche Gülden, aber er nahm ihr dafür alle andern fort.“

Während dieser Rede faltete Soetkin die Hände und betete für Katheline. Katheline sagte fröhlich:

„Mein Körper ist nicht mehr mein, mein Geist ist nicht mehr mein, sondern sein. Hanske, mein Herzallerliebster, führe mich wiederum zum Sabbat. Nur Nele will nimmer mitgehen, Nele ist ungehorsam.“