„Thyl,“ sprach sie, es ihm hinhaltend, „ich meinte, es sei einem Menschen ungesund, zu reisen, ohne eine gute, fette Gans, einen Schinken und Genter Würste mitzunehmen. Und dies mußt Du zu meinem Gedächtnis essen.“

Da Ulenspiegel sie anschaute und mitnichten gewillt war, das Ränzel zu nehmen, steckte Lamm den Kopf aus einem andern Loch der Leinwand und sprach:

„Du vorsorgliches Mägdlein, wenn er’s nicht annimmt, geschieht’s aus Vergeßlichkeit. Aber gib mir diese Gans, gib mir diesen Schinken, und dränge mir diese Würste auf; ich werde sie ihm aufheben.“

„Wer ist dies biedere Vollmondsgesicht?“ fragte Nele.

„Das ist ein Opfer des Ehestandes“, antwortete Ulenspiegel. „Von Schmerz verzehrt, würde er wie ein Apfel im Backofen eintrocknen, dafern er nicht seine Kräfte durch unaufhörliche Nahrung ersetzte.“

„Du sagst es, mein Sohn“, seufzte Lamm.

Die strahlende Sonne brannte Nele auf den Kopf und sie schirmte sich mit ihrer Schürze. Da er mit ihr allein sein wollte, sprach er zu Lamm:

„Siehest Du die Frau dort auf der Weide einhergehn?“

„Ich sehe sie!“ sagte Lamm.

„Erkennest Du sie?“