„Anerbieten des Herzogs, hinterlistige Falle, er wird der Herren von Egmont und von Hoorn gedenken und nicht hineingehen. Sie wissen es wohl.“ Kardinal Granvella hat, da er in Rom war, gesagt, als die Grafen gefangen gesetzt wurden:

„Die beiden Gründlinge fängt man, aber den Hecht läßt man leben; man hat nichts gefangen, dieweil der Schweiger noch zu fangen bleibt.“

„Ist die Uneinigkeit im Lager groß?“ fragte der Bauer.

„Die Uneinigkeit ist groß, sie wird mit jedem Tage größer“, sagten sie. „Wo sind die Briefe?“

Sie traten in die Hütte, allwo eine Laterne entzündet wurde. Da sah Ulenspiegel durch eine kleine Luke, wie sie die Siegel von zwei Sendschreiben erbrachen, sich am Lesen ergötzten, Meth tranken und endlich hinausgingen, wobei sie in hispanischer Sprache zu dem Bauern sagten:

„Das Lager gespalten, Orange genommen. Das wird eine gute Limonade sein.“

„Diese dürfen nicht am Leben bleiben,“ sagte Ulenspiegel zu sich. Sie gingen durch den dichten Nebel fort. Ulenspiegel sah, daß der Bauer ihnen eine Laterne brachte, welche sie nahmen.

Da der Schein der Laterne oftmals durch eine schwarze Gestalt verdunkelt ward, so mutmaßte er, daß sie hintereinander schritten.

Er spannte seine Büchse und schoß auf die schwarze Gestalt. Alsbald sah er, daß die Laterne unterschiedliche Male gesenkt und erhoben ward, und hielt dafür, daß einer von beiden gefallen war und der andere zu sehen suchte, welcher Art seine Wunde sei. Er spannte abermals seine Büchse. Sobald die Laterne allein, schnell und schaukelnd in der Richtung auf das Lager zu ging, schoß er zum andern Mal. Die Laterne schwankte, fiel hin, erlosch, und es ward finster.

Er lief zum Lager und sah den Profos mit einer Menge Soldaten, so durch die Schüsse alarmiert waren, herauskommen. Ulenspiegel trat auf sie zu und sprach: