„Wir wollen auf Lüttich marschieren.“

Ulenspiegel war des froh und rief mit allen Vlamländern:

„Lang lebe Oranien! Auf nach Lüttich!“

Aber die Fremden, sonderlich die Hochdeutschen, sagten, daß sie zu sehr durchnäßt und eingeweicht seien, um zu marschieren. Vergeblich versicherte der Prinz ihnen, daß sie zu einem sicheren Sieg in eine befreundete Stadt gingen. Sie wollten nichts hören, zündeten große Feuer an und wärmten sich samt ihren abgesattelten Pferden.

Der Angriff auf die Stadt ward auf den kommenden Tag verschoben, wo Alba, über den kühnen Durchgang gewaltig erstaunt, durch seine Spione erfuhr, daß die Söldner des Schweigers noch nicht zum Angriff bereit seien.

Daraufhin ließ er Lüttich und das ganze umliegende Land bedrohen, daß er sie mit Feuer und Schwert vertilgen wolle, wenn des Prinzen Freunde dort irgend welchen Aufruhr machten. Gerard von Groesbeke, der bischöfliche Bluthund, ließ seine Söldner gegen den Prinzen rüsten; und er kam durch die Schuld der Hochdeutschen, die Furcht vor etwas nassen Hosen gehabt hatten, zu spät.


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Nachdem Ulenspiegel und Riesenkraft Sekundanten genommen hatten, sagten diese, sie sollten zu Fuß kämpfen, bis daß einer den Geist aufgäbe, wenn es dem Sieger gefiele; denn solches waren Riesenkrafts Bedingungen.