Und Riesenkraft und Ulenspiegel fochten wütend miteinander.

Riesenkraft schlug mit seinem Stoßdegen und Ulenspiegel parierte mit seinem Besen. Riesenkraft fluchte bei allen Teufeln, Ulenspiegel wich ihm aus und hüpfte die Kreuz und die Quer durch die Heide, steckte die Zunge heraus und machte Riesenkraft tausend Fratzen. Diesem ging der Atem aus, und er schlug mit dem Stoßdegen ins Blaue wie ein närrisch gewordener Söldling. Ulenspiegel fühlte, daß er ihm nahe war, drehte sich plötzlich um und gab ihm mit seinem Besen einen gewaltigen Stoß unter die Nase. Riesenkraft fiel mit ausgestreckten Armen und Beinen zu Boden, wie ein Frosch, wenn er verendet.

Ulenspiegel warf sich auf ihn und fegte ihm das Gesicht ohne Erbarmen mit dem Strich und gegen den Strich. Dabei sagte er:

„Bitte um Gnade, oder Du sollst meinen Besen verschlingen.“ Und er rieb ihn ohn Unterlaß hin und her, zum großen Ergötzen der Anwesenden, und sagte immerfort:

„Schrei um Gnade, oder Du sollst ihn verschlingen!“

Aber Riesenkraft konnte nicht schreien, maßen er an der schwarzen Wut gestorben war.

„Gott habe Dich selig, armer Wüterich!“ sprach Ulenspiegel.

Und er ging fürbaß und blies Trübsal.


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