Dieweil sie auf der Landstraße wanderten, bemerkten sie einen Bauern, der einen Planwagen lenkte. Da er die nackten Menschen sah, hatte er Mitleid und ließ sie auf den Wagen steigen. Sie fanden Heu daselbst, um sich hineinzulegen, und leere Säcke, um sich zuzudecken. Und da ihnen warm wurde, dankten sie Gott. Ulenspiegel ritt auf einem der Reiterpferde neben dem Wagen und hielt das andere am Zügel.
In Mézières stiegen sie ab. Dort gab man ihnen gute Suppe, Bier, Brot, Käse und den Greisen und Frauen Fleisch. Sie wurden auf Kosten der Gemeinde beherbergt und von neuem gekleidet und bewaffnet. Und alle gaben Ulenspiegel den Bruderkuß des Segens, und er ließ es sich fröhlich gefallen.
Er verkaufte die Pferde der beiden Reiter zu achtundvierzig Gülden, von denen er den Franzosen dreißig gab.
Da er einsam des Weges zog, sprach er zu sich selbst: „Ich gehe durch Trümmer, Blut und Tränen, ohne etwas zu finden. Die Teufel haben mich ohne Zweifel belogen. Wo ist Lamm? Wo ist Nele? Wo sind die Sieben?“
Und Klasens Asche brannte von Neuem auf seiner Brust. Und er hörte eine Stimme gleich einem Hauche sagen:
„Such in Tod, Trümmern und Tränen.“
Und er ging von dannen.