Und Nele weinte, wenn sie das hörte.
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Indessen kehrten Ulenspiegel und Lamm, mit ihren Pässen versehen, in eine kleine Herberge ein, die sich an die Felsen der Sambre lehnte, welche an gewissen Stellen mit Bäumen bedeckt sind. Auf dem Schild stand geschrieben: Bei Marlaire.
Nachdem sie manch Fläschlein Maaswein in Burgunder Art getrunken und viele gesalzene Fische verspeist hatten, plauderten sie mit dem Wirt, der ein Papist reinsten Wassers war, aber geschwätzig wie eine Elster, des Weines wegen, den er getrunken hatte. Unaufhörlich zwinkerte er boshaft mit den Augen. Ulenspiegel vermutete hinter diesem Zwinkern etwelches Geheimnis und ließ ihn noch mehr trinken, also daß der Wirt anhub zu tanzen und in Gelächter auszubrechen. Dann setzte er sich wieder an den Tisch und sagte:
„Gute Katholiken, ich trinke auf Euer Wohl.“
„Wir trinken auf das Deine,“ antworteten Lamm und Ulenspiegel.
„Auf die Ausrottung jeder Pest von Rebellion und Ketzerei!“
„Wir tun Bescheid,“ antworteten Lamm und Ulenspiegel und füllten ohn Unterlaß den Becher des Wirts, der ihn niemals leer sehen konnte.