Dann ließ Ulenspiegel ab und winkte ihnen, den Reim leise zu murmeln. Solches taten sie, derweil er den Dirnen und Häschern diese Rede hielt:
„So einer unter Euch um Hilfe schreit, wird er auf der Stelle getötet.“
„Getötet“, sagten die Metzger.
„Wir werden schweigen,“ sprachen die Mädchen, „tu uns kein Leids an, Ulenspiegel.“
Aber die Gilline, so mit herausgetretenen Augen und vorstehenden Zähnen in ihrem Winkel kauerte, war keines Wortes fähig und preßte ihre Laute an sich.
Und die Sieben murmelten immer im Takt: „Es ist Zeit mit dem Klinger zu klirren.“
Die Stevenyne wies auf die Kerzen, so sie im Munde hatte, und machte ein Zeichen, daß sie gleichermaßen schweigen würde. Die Häscher gelobten wie sie.
Ulenspiegel redete weiter:
„Ihr seid hier in unserer Gewalt. Die dunkle Nacht ist gekommen, wir sind nah bei der Leye, in der Ihr leicht ertrinkt, wenn man Euch hineinstößt. Die Tore von Kortrijck sind geschlossen. So die Nachtwächter den Lärm vernommen haben, werden sie sich nicht vom Fleck rühren, maßen sie zu faul sind und wähnen, daß es gute Vlämen sind, die beim Klang der Schoppen und Flaschen lustig singen. Also verhaltet Euch ruhig vor Euren Bezwingern.“
Dann redete er zu den Sieben: