„Laß uns die Sieben suchen,“ sagte Ulenspiegel; „die Stunde der Befreiung naht.“
Gemäß Lamms Wunsch mästeten die Geusen den Mönch im Käfig. Als er für Lösegeld in Freiheit gesetzt wurde, wog er dreihundertsiebzehn Pfund und fünf Unzen flandrisch Gewicht.
Und er starb als Prior seines Klosters.
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Um jene Zeit versammelten sich die Herren von den Generalstaaten in Haag, um über Philipp, König von Spanien, Graf von Flandern, Holland usw. zu Gericht zu sitzen, gemäß den von ihm genehmigten Urkunden und Privilegien.
Und der Schreiber sprach also:
„Es ist männiglich bekannt, daß ein Landesfürst von Gott als Herrscher und Oberhaupt seiner Untertanen eingesetzt ist, um sie vor allen Kränkungen, Unterdrückungen und Gewalttaten zu schützen, wie ein Hirte für die Verteidigung und den Schutz seiner Schafe angestellt ist. Gleichermaßen ist es bekannt, daß die Untertanen nicht von Gott zum Nutzen des Fürsten geschaffen sind, um ihm in allem, was er befiehlt, gehorsam zu sein, sei es eine fromme oder gottlose, eine gerechte oder ungerechte Sache, noch um ihm wie Sklaven zu dienen. Sondern der Fürst ist Fürst für seine Untertanen, ohne die er nicht sein kann, auf daß er nach Recht und Vernunft regiere, auf daß er sie liebe und erhalte wie ein Vater seine Kinder, wie ein Hirte seine Schafe, und sein Leben wage, um sie zu schirmen. So er es nicht tut, soll er nicht für einen Fürsten, sondern für einen Tyrannen gehalten werden. König Philipp hat durch Soldaten, Kreuzzugsbullen und Exkommunikationen vier feindliche Heere gegen uns gehetzt. Was soll kraft der Gesetze und Bräuche des Landes seine Strafe sein?“
„Er werde abgesetzt,“ antworteten die Herren von den Staaten.