Und Ulenspiegel verließ mit Nele die Flotte.
Und das belgische Vaterland ächzte unter dem Joche, von den Verrätern geknebelt.
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Es war im Erntemond, die Luft war schwül, der Wind lau. Schnitter und Schnitterinnen konnten das Korn, das sie gesät, nach Herzenslust unter freiem Himmel, auf freier Erde ernten.
Friesland, Drenthe, Ober-Yssel, Geldern, Utrecht, Nord-Brabant, Nord- und Südholland, Walcheren, Nord- und Süd-Beveland, Duiveland und Schouwen, welche Zeeland bilden, die ganze Nordseeküste von Knokke bis Helder, die Inseln Texel, Vlieland, Ameland, Schiermonnikoog, von der westlichen Schelde bis zur östlichen Ems, sollten vom spanischen Joche befreit werden. Moritz, des Schweigers Sohn, setzte den Krieg fort.
Ulenspiegel und Nele, die ihre Jugend, Kraft und Schönheit bewahrt hatten, denn die Liebe und der Geist Flanderns altern nicht, lebten geruhig auf dem Turm von Necre und harrten der Zeit, wo sie nach manch harten Prüfungen den Wind der Freiheit über das Vaterland Belgien könnten wehen lassen.
Ulenspiegel hatte gebeten, Kommandant und Wächter des Turms zu werden, mit der Angabe, daß er mit seinen Adleraugen und seinen Hasenohren wohl merken könnte, ob der Spanier versuchen werde, in den befreiten Landen sich wieder einzustellen. Alsdann werde er „Wacharm“, das ist auf Vlämisch Sturm läuten.
Der Magistrat tat, wie er wollte. Seiner guten Dienste halber gab man ihm täglich einen Gülden, zwei Kannen Bier, Bohnen, Käse, Schiffszwieback und in der Woche drei Pfund Rindfleisch.