«Gegen den gütigen Herrn und die gute alte Frau, denen ich so große Wohltaten verdanke, die sich meiner so liebevoll annahmen. Gewiß, sie würden sich freuen, wenn sie es wüßten, wie gut ich es hier habe.»

«Das glaube ich auch, und Mr. Losberne hat schon versprochen, dich mitzunehmen zu ihnen, sobald es deine Kräfte erlauben würden.»

«Hat er das versprochen? Oh, ich weiß nicht, was ich vor Freude tun werde, wenn ich sie einmal wiedersehe!»

Oliver war nach einiger Zeit hinlänglich wiederhergestellt, um stark genug zu einer Ausfahrt zu sein, und fuhr eines Morgens mit Mr. Losberne in Mrs. Maylies Wagen ab. Als sie an die Brücke von Chertsey kamen, erblaßte Oliver plötzlich und stieß einen lauten Ausruf der Überraschung und Bestürzung aus.

«Was gibt es?» rief der Doktor mit seiner gewöhnlichen Lebhaftigkeit. «Siehst du etwas – hörst du etwas – hast du Schmerz – was gibt's?»

«Da, Sir!» sagte Oliver, aus dem Wagenfenster zeigend. «Da, jenes Haus!»

«Was ist mit dem Hause? Halt, Kutscher! – He – was willst du sagen?»

«Die Diebe – in das Haus schleppten sie mich», flüsterte Oliver.

«Ist es möglich! Halt, halt, Kutscher!» rief der Doktor, sprang aus dem Wagen, noch ehe derselbe hielt, lief nach dem verödet aussehenden Hause und fing an wie toll gegen die Tür zu hämmern.

«Zum Teufel, was soll das?» sagte ein kleiner, häßlicher, buckliger Mann, der die Tür so plötzlich öffnete, daß Losberne fast in das Haus hineingefallen wäre.