«So! Ihr kennt mich also?» rief der Baldowerer, sich anstellend, als wenn er die Angabe aufzeichnete. «Sehr wohl. Das setzt 'ne Klage wegen Beschimpfung meines guten Namens.»
Es wurde abermals gelacht und abermals Ruhe geboten.
«Wo sind die Zeugen?» begann der Gerichtsschreiber.
«Ach, so ist's recht!» fiel Jack Dawkins ein. «Ja, wo sind die Zeugen? Ich möchte doch das Pläsier haben, sie zu sehen!»
Sein Wunsch wurde augenblicklich erfüllt, denn es trat ein Polizist vor, der gesehen hatte, daß der Angeklagte einem Herrn das Taschentuch aus der Tasche gezogen, und da es ein sehr altes gewesen, nachdem er Gebrauch davon gemacht, wieder hineingesteckt hatte. Er hatte deshalb den Täter verhaftet und bei demselben eine silberne Schnupftabaksdose mit dem Namen des Eigentümers auf dem Deckel gefunden. Der Eigentümer der Dose war gleichfalls gegenwärtig, beschwor, daß die Dose die seinige wäre, und daß er sie vermißt hätte, sobald er sich Bahn aus dem Gedränge gemacht, in welchem (wie sich fand) der Angeklagte das fragliche Taschentuch entwendet und zurückgegeben. Er hatte auch bemerkt, daß sich ein junger Gentleman eiligst von ihm entfernt, und der junge Gentleman war eben der Baldowerer.
«Hast du eine Frage an den Zeugen zu richten, Knabe?» fragte der Friedensrichter.
«Ich mag mich nicht erniedrigen, mit ihm in Unterredung zu treten», entgegnete Jack Dawkins.
«Hast du überhaupt was zu sagen?»
«Hörst du die Frage Seiner Edlen nicht, ob du etwas zu sagen hättest?» fiel der Schließer, den stummen Baldowerer mit dem Ellbogen anstoßend, ein.
«Bitt' um Vergebung», sagte Jack, zerstreut aufblickend. «Redeten Sie mich an?»