Der Jude antwortete nicht, setzte seine Bemühungen, Noah zu wecken, fort, und es war ihm endlich einigermaßen gelungen.
«Erzähl' noch einmal – daß der es hört auch», sagte er, nach Sikes hinzeigend.
«Was soll ich erzählen?» fragte Noah, noch halb im Schlafe.
«Das von – Nancy», antwortete der Jude, Sikes fest am Arme fassend, wie um ihn zu verhindern, fortzueilen, bevor er genug gehört hätte, und fragte darauf dem schlaftrunkenen Noah mit einer Wut, deren er nur mit Mühe Herr zu bleiben vermochte, alles ab, was der Lauscher erhorcht hatte.
«Und was sagte sie,» fragte er endlich mit wutschäumenden Lippen, «was sagte sie vom vorigen Sonntage?»
«Der Herr fragte sie, warum sie nicht am vorigen Sonntage gekommen wäre,» antwortete Noah, in welchem eine Ahnung davon auftauchte, wer Sikes sein möchte; «und sie sagte, weil sie gewaltsam zurückgehalten worden wäre von Bill, dem Manne, von dem sie ihnen schon gesagt hätte.»
«Was weiter von ihm?» rief der Jude. «Was sagte sie von ihm weiter? Sag' ihm das, sag' ihm das!»
«Es wäre nicht leicht für sie,» fuhr Noah fort, «aus dem Hause zu kommen, ohn' daß er wüßte, wohin sie ginge, und sie hätt' ihm daher, als sie das erstemal zu der Dame gekommen wäre, 'nen Schlaftrunk eingeben müssen – ha, ha, ha.»
«Höll' und Teufel!» schrie Sikes, von dem Juden sich losreißend. «Laß mich!»
Er stürzte wütend hinaus, Fagin rief und eilte ihm nach, würde ihn jedoch nicht zurückgehalten haben, wenn die Haustür nicht verschlossen gewesen wäre.