In wenigen Augenblicken war ein zahlreicher Haufen um ihn versammelt. «Drückt ihn doch nicht tot!» – «Verdient er's besser?» – «Wo ist der bestohlene Herr?» – «Da kommt er schon; macht Raum für den Herrn!» – «Ist dies der Bursch, Sir?» – «Ja!»

Oliver lag da, mit Schmutz bedeckt, blutend aus Nase und Mund, und sah betäubt und geängstet umher.

«Ich fürchte, daß es der Knabe ist», sagte der Herr sehr milde.

«Das fürchten Sie? Der ist auch wohl der Rechte.»

«Der arme Kleine hat sich beschädigt!» fuhr der Herr fort.

«Das hab' ich getan», fiel ein vierschrötiger Mensch, hervortretend, ein; «traf ihn gerade mit der Faust auf die Schnauze – ich hab' ihn aufgehalten für Sie, Sir.»

Er zog grinsend den Hut, eine Belohnung seiner Dienstfertigkeit erwartend; allein der alte, dicke Herr blickte ihn unwillig an und hätte sich offenbar gern entfernt, wenn sich nicht ein Polizist, der in solchen Fällen gewöhnlich zuletzt kommt, in diesem Augenblick durch die Menge gedrängt und Oliver beim Kragen gepackt hätte.

«Steh auf!» sagte der Mann barsch.

«Ich bin es wirklich nicht gewesen, Sir, wirklich und wahrhaftig nicht. Es waren zwei andere Knaben», sagte Oliver, die Hände bittend zusammenlegend. «Sie müssen hier irgendwo in der Nähe sein.»

«O nein, sie sind nicht hier», entgegnete der Beamte. Er meinte dies ironisch, aber es war die volle Wahrheit, denn der Baldowerer und Charley Bates hatten sich längst aus dem Staube gemacht. «Steh auf!»